11. April 2026 – Exkursion zum Bucher Stausee bei Ellwangen mit Christoph Klein

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich circa 15 Teilnehmer teils in Gelbingen, um Fahrgemeinschaften zu bilden, teils aber auch direkt am Startpunkt der Exkursion am südlichen Ende des Stausees. Der See entstand im Jahr 1981 als Speicher- und Rückhaltebecken zur Regulierung der Jagst. Er besteht aus einem Hauptbecken und einem kleineren Vorbecken, das als Absetzbecken für den von der Jagst mitgebrachten Schlamm dient. Gleichzeitig ist das Vorbecken auch ein Naturschutzgebiet, in dem im Laufe der Zeit viele Vogelarten einen Rast- und Brutplatz gefunden haben.
Bereits in Sichtweite des kleineren Sees wurde unsere Gruppe von Graugänsen empfangen, die auf einem angrenzenden Getreidefeld Nahrung suchten. Diese Vögel waren während der ganzen Exkursion zu sehen und zeigten uns verschiedene Verhaltensweisen, zum Beispiel ihren eleganten Flug mit einer sehenswerten Landung am Boden bei ihrem Partner, der danach lautstark begrüßt wurde. Auf einer kleinen Insel im See waren sogar Graugänse mit Eiern zu beobachten. Seltener zeigten sich auch Rostgänse, die durch ihre in der Sonne leuchtende Färbung auffielen. Sie waren ursprünglich bei uns nicht heimisch und gelten als Flüchtlinge aus der Geflügelhaltung.

Auf dem See waren mehrere Entenarten unterwegs, die ein ganz unterschiedliches Schwimmverhalten zeigten. Stock- und Krickenten suchten ihre Nahrung von der Wasseroberfläche aus durch Gründeln, während die Reiherenten immer wieder ganz ins Wasser abtauchten. Außerdem zeigten sich auch Schnatterenten und besonders ungewöhnlich waren Spießenten, bei denen die Erpel lange und spitze Schwanzfedern haben. Mehrere Entenarten brüten am See und so waren in der Nähe des Ufers auch junge Stockenten zu sehen.
Der See war vom Damm zwischen den beiden Becken aus gut zu überblicken, und immer wieder konnten wir neue Szenen beobachten. Ab und zu kam ein Zwergtaucher ins Blickfeld, ein Graureiher schwebte vorbei, und am Ufer trocknete ein Storch sein Gefieder mit malerisch ausgebreiteten Schwingen. Einen Höhepunkt boten schließlich mehrere Kiebitze mit spektakulären Flugmanövern über dem Wasser. Auch einige Kolkraben schauten vom Ufergebüsch aus zu.
Auf dem Rückweg am gegenüberliegenden Ufer kamen wir an einem ungewöhnlich langen, von Bibern in den See gebauten Damm vorbei. Der Baumeister gestaltet dadurch seinen eigenen Lebensraum. Er selber zeigte sich uns nicht, stattdessen aber eine fast ebenso imposante Nutria, die ohne Scheu vorbeischwamm und schließlich am Ufer aus dem Wasser stieg. So konnten wir ganz aus der Nähe ihre orangenen Nagezähne und die langen Tasthaare bewundern.
Am Ende der Exkursion kehrte die Gruppe noch bei dem am nördlichen Ende des großen Sees gelegenen Kiosk „Leuchtturm“ ein. Mit vielen Eindrücken von der abwechslungsreichen Vogelwelt konnten die Teilnehmer dann nach Hause fahren. Der Bucher Stausee hat sich (wieder einmal) als ein lohnenswertes Exkursionsziel gezeigt.
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